Lea und Nico in Seebach

Lea und Nico in Seebach

Letztes Wochenende stand für Lea und mich das 29. Seebach Open an.

Wir waren beide ziemlich genau in der Mitte der 125 Teilnehmer gesetzt, wodurch die Auslosungen jeweils in beide Richtungen ausschlagen konnten.

Tag 1:

In Kombination mit dem Schweizer System wurde Lea dann in der ersten Runde recht weit hochgelost und musste dann leider auch eine Niederlage einstecken.

Bei mir ging es in die andere Richtung, mehr oder weniger souverän konnte ich dann auch mit einem vollem Punkt starten.

In Runde zwei durfte Lea dann auch gegen einen deutlich schwächeren Gegner ran und steigerte ihren Punktestand aud 1/2.

Ich wurde erneut runtergelost (kommt mir immer noch seltsam vor, aber wird schon seine Richtigkeit haben 🙂 ) und konnte diese Partie dann auch recht schnell gewinnen. Somit kam ich auf 2/2 und konnte in der nächsten Runde definitiv mit einem recht starken Gegner rechnen.

Tag 2:

Am nächsten morgen musste Lea dann wegen einer Univeranstaltung leider aussetzen.

Für mich ging es dann gegen FM Florian Wagner, der recht kurzen Prozess machte. Das lag vielleicht auch daran, dass ich wieder einmal „ausversehen“ Französisch gespielt hatte (durch Zugumstellung) 😀

Erholt (eher nicht :p ) trat Lea dann wieder zur vierten Runde an, durch die fehlende dritte Runde wurde sie erneut runtergelost. Aber immerhin konnte sie gegen die spätere U1600-Siegerin den ganzen Punkt holen.

Mit immer noch 2/3 wurde ich dann gegen 19xx gepaart, dementsprechend war auch eine Spielanlage „Alles oder Nichts“. Das klappte auch recht gut, durch die sehr komplexe Stellung kamen wir dann beide in Zeitnot. Zwischenzeitlich überlegte ich, einen Turm und zwei Figuren für Angriff zu opfern, entschloss mich dann aber doch „nur“ für ein doppeltes Figurenopfer. Ob das ganze korrekt war muss wohl noch die Engine klären, aufgrund der knappen Zeit verpasste mein Gegner einige Verteidigungsressourcen und ich konnte die Partie gewinnen. Nun also 3/4, läuft doch! 🙂

Tag 3:

In der Vormittagsrunde wurde Lea mit 2/4 dann wieder hochgelost, in einer Partie mit beidseitigen Chancen musste sie sich dann allerdings geschlagen geben.

Bei mir lief es ähnlich wie in Runde 3, ich kam gegen einen 2100er ziemlich mies aus der Eröffnung und konnte dann auch nicht mehr allzu viel Gegenwehr leisten. Bei der Analyse stellte sich dann heraus, dass alles gar nicht so schlimm war wie ich dachte, das ändert aber ja nichts an der Niederlage 😀

Am Nachmittag kam Lea dann in der Eröffnung zunächst ziemlich unter die Räder, ihr Gegner verpasste allerdings die Gelegenheit, den Sack sofort zuzumachen. Daraufhin konnte sich dann Lea als stärkere Spielerin doch noch durchsetzen.

In der sechsten Runde wurde ich dann gegen Ediz Kocak gelost und kam sehr gut aus der Eröffnung. Zwischenzeitlich hatte ich wohl einige Chancen ausgelassen, am Ende nahm ich dann aus Frust darüber Remis an. Tatsächlich war die Stellung wohl aber immer noch deutlich besser für mich, was ich total falsch eingeschätzt hatte (Die Engine meint auch Ausgleich, aber menschlich wohl sehr schwer zu spielen).

Tag 4:

Lea spielte gegen ihre direkte Konkurrentin um den Damenpreis und hatte den Sieg schon recht deutlich in der Tasche. Dann griff sie allerdings daneben und musste eine Figur spucken. Diesen Vorteil konnte die Gegnerin dann recht sauber verwerten.

Zu meiner letzten Partie gegen Joseph Homi gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer dass ich direkt aus der Eröffnung heraus die Partie verlor. (Wie wohl in allen drei Verlustpartien in diesem Turnier).

Fazit:

Für Lea war das Turnier bis zur letzten Runde in etwa erwartungsgemäß verlaufen, die letzte Partie kostete sie dann allerdings eine ganze Menge DWZ-Punkte. Bei der Siegerehrung gab es dann aber immerhin ein Trostpflaster, Lea erhielt den Damenpreis, da ihre Konkurrentin einen Ratingpreis gewonnen hatte.

Ich hätte wohl Runde sechs gewinnen müssen (oder natürlich Runde 7), um recht sichere Chancen auf den U1800-Preis zu haben, so ging ich allerdings leer aus. Aber immerhin konnte ich ein schönens DWZ-Plus von 25 Punkten erspielen. (Damit fehlen jetzt „nur noch“ 230 Punkte auf die 2000, also beeil dich lieber mal, Daniel! 🙂 )

In den nächsten Tagen werde ich den Bericht noch um ein paar Partiestellungen/Aufgaben und evlt. Bilder ergänzen.

nico.meyer

1 Kommentar bisher

Lea Veröffentlicht am15:12 - 13. Juni 2018

Jaja, erste Partie und souverän, Nico… ?ich glaube wir schweigen da mal lieber drüber, wie du dich angestellt hast ?