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Lea und Nico in Seebach

Letztes Wochenende stand für Lea und mich das 29. Seebach Open an.

Wir waren beide ziemlich genau in der Mitte der 125 Teilnehmer gesetzt, wodurch die Auslosungen jeweils in beide Richtungen ausschlagen konnten.

Tag 1:

In Kombination mit dem Schweizer System wurde Lea dann in der ersten Runde recht weit hochgelost und musste dann leider auch eine Niederlage einstecken.

Bei mir ging es in die andere Richtung, mehr oder weniger souverän konnte ich dann auch mit einem vollem Punkt starten. Weiterlesen

Open in Würzburg

Letztes Wochenende ging es für Daniel und mich inklusive 5 unserer Sekundanten nach Würzburg um wieder mal ein Open zu spielen. Am selben Open habe ich letztes Jahr schon teilgenommen, damals als 7-Runden-Turnier, diesmal sollten es nur 5 Runden sein.

Daniel holte als klarer Favorit Freitags zunächst einen schnellen Sieg gegen meinen Letztrundengegner. Ich wurde dank meiner genialen Eröffnung (nicht 😀 ) recht schnell überspielt.

Am Samstag sprang in der Vormittagsrunde leider nur ein Remis raus, auch nachmittags kam er gegen einen sehr stark aufspielenden DWZ-losen nicht über die Punkteteilung hinaus. 🙁

Ich konnte gegen Andreas Diller vom SK Rothenburg einen sehr schönen Sieg einfahren. Nachmittags kam ich dann in eine leicht schlechtere Endspielstellung und versuchte aktiv zu verteidigen, was durch eine Ungenauigkeit meinerseits allerdings scheiterte.

Sonntags holte Daniel dann zunächst den vollen Punkt gegen Peter Diller und beendete das Turnier dann mit einem Schlussrundenremis. 🙂

Ich musste frühs mir den weißen Steinen gegen Joseph Homi von der SG Fürth ran, der in der Eröffnung ziemlich unter dir Räder kam. Statt den Sack am Königsflügel einfach dichtzumachen entscheid ich mich für Königsangriff (lange Rochade), was allerdings verteidigt werden konnte und daraufhin viel meine Stellung in sich zusammen. In der Nachmittagsrunde fehlte mir dann die Motivation und ich patzte am laufendem Band.

Zusammengefasst: Für Daniel ein solides Turnier (DWZ +-0), lediglich das Remis in Runde 3 hätte man vermeiden können. 🙂

Bei mir waren 3 recht schöne Partien dabei, auf die erste und letzte Runde hätte man verzichten können. Punktetechnisch mit 1/5 ziemlich katastrophal, aufgrund der durchweg stärkeren Gegner aber verkraftbar (DWZ -15, ELO +-0).

Auch mitgespielt hat unser Ex-Mitglied Jonas Feldheim, der mit 3.5/5 auch ein solides Turnier gespielt hat!

Link zur Turnierseite

Zabo-Open

Am diesjährigem Zabo-Open stellen wir mit Daniel und mir 2 Teilnehmer.

Daniel ist auf Platz 12 gesetzt und spielt neben dem Turniersieg auch auf den U2100-Preis.

Ich bin relativ oben in der zweiten Hälfte gesetzt und werde dadurch in der ersten Runde relativ weit hochgelost.   Weiterlesen

Chessy in Bechhofen

Im Jahr der Vereine bereiste die DSJ erstmals ausgewählte Vereine in allen Bundesländern. Unser Jugendparlament hatte sich im Januar für die Veranstaltung beworben und wir freuen uns im April über die Zusage. Nachdem wir vom Bürgermeister und Schule (vielen Dank noch einmal für die schnelle Unterstützung) kurzfristig die Zusage erhalten hatten, die Schule zu nutzen gingen wir in die Planung und Werbung. Chessy, das Maskottchen der Deutschen Schachjugend lockte sogar einen Jugendlichen aus Regensburg an.

Nach einem Spiele-Parcours mit mehreren Stationen (Schachmemory, Räuberschach, Schachrätsel, Würfelschach, Schachfiguren abschießen, Malen) freute man sich über ein weiteres Highlight des Tages. Für eine Partie mit lebenden Figuren waren die anwesenden Kinder sofort begeistert worden und holten sich ihre Kostüme. Vor der turbulenten Partie (Rubinstein-Variante im Französischen) gab es für alle Kinder ein Schachheftchen und einen Schlüselanhänger der DSJ. Nach einer Pizza-Pause wurde eine Simultan-Veranstaltung vorbereitet. Die ausgeschiedenen Kinder konnten sich noch ein zweites Mal versuchen und nach über 1 1/2 Stunden konnten sich vier Jugendliche über einen Sieg oder Remis freuen.

Abschließend gab es noch eine Verlosung. Die Kinder versuchten sich eifrig am Ausfüllen eines Schachbrettes mit möglichen Springerzügen. Caro schaffte alle 64 Felder. Die weiteren Plätze belegten Valentin, Attila und Matthias mit 61, 60 und 59 Feldern. Die DSJ stellte zusätzliche tolle Preise zur Verfügung, so dass alle noch einen schönen Preis mit nach Hause nehmen durften.

Nachdem Chessy herzlich verabschiedet wurde, freuten sich die Verantwortlichen über einen gelungenen Schachtag.
Wir bedanken uns bei allen Helfern, ohne die diese tolle Aktion nicht zustande gekommen wäre.

Nachfolgend eine kleine Bildergalerie zu unserem Großereignis am Sonntag. 🙂

Pardubice

Hier kurz und knapp mal ein Update zum aktuellem Turniergeschehen:

Die Zeit vom 20.7 bis zum 30.7 nutzte ich, um eines der weltweit größten Open, nämlich das in Pardubice mitzuspielen.

Im C-Turnier sind inzwischen 5 von 9 Runden gespielt, daraus habe ich 3,5 Punkte gegen durchgängig stärkere Gegner.

Mal sehen ob es weiter so gut (bis auf einen großen Patzer in der ersten und einen kleineren in der fünften) läuft!

In der 6ten Runde ging es dann noch recht gut weiter, die Partie endete ziemlich schnell im Remis.

In der 7ten Runde wollte ich genau das vermeiden und opferte deshalb eine Qualität, was aber vermutlich nicht ganz so korrekt war.

In den letzten beiden Runden war dann einfach die Luft raus und ich verlor beide male.

Der Abschluss war zwar dann nicht ganz so gut verlaufen, mit 4/9 gegen nur stärkere war das Turnier im großen und ganzen dann doch recht erfolgreich.

Durch die beste Buchholzwertung aller 4-Punkter landete ich dann noch auf Platz 145, also ca. 40 Plätze über meinem Setzlistenplatz.

Einen ausführlicheren Bericht gibts beim SC Jäklechemie

Alle Ergebnisse gibts hier auf der offiziellen Seite

Weltklasse bei der Schachbundesliga

Nach dem Bericht letzte Woche über das „Spitzen“turnier in Prag nun mal etwas positiveres. Wie viele wahrscheinlich mitbekommen haben ist letzte Woche die diesjährige Saison der Schachbundesliga zu Ende gegangen.

Zum mitspielen hat es leider nicht ganz gereicht, aber zuschauen geht ja auch. 😀 Ausgerichtet wurde das ganze von den Schachfreunden Berlin, der Verein, bei dem Daniel derzeit öfter trainiert und nächstes Jahr wahrscheinlich auch in der Feierabendliga spielen wird. Das Ambiente war wirklich Spitze, das ganze fand in einem großen Saal des Maritim-Hotels statt und auch Zuschauer waren herzlich willkommen.

Insgesamt gab es in jeder der 3 Runden 100 Partien aus der (Frauen-)Bundesliga zu betrachten, kommentiert wurde das ganze in einem anderem Saal noch von Klaus Bischoff.

Die Tatsache, dass in der Deutschen Schachbundesliga (vor allem bei den vorderen Mannschaften) fast alle Spieler eingekauft sind kann man jetzt sehen wie man will, es sorgt aber auf jeden Fall dafür, dass es viele Spitzenpartien zu bestaunen gibt. 🙂

Am meisten trifft dies wohl auf die vorletzte Runde zu, in der einige Weltklassespieler am Brett saßen. Der Ex-Weltmeister Anatoly Karpov kam zum Beispiel ans Brett. Baden Baden stellte hingegen wohl sogar die stärkste Mannschaft, die bisher in der Bundesliga gespielt hat. Wenn der vormalige Weltmeister „Vishy“ nur an Brett 4 spielt muss das ja schon einiges heißen. Zusätzlich waren Caruana, MVL und Aronian angereist.

Die Spannung über den Turnierausgang hielt sich leider in Grenzen, Meister wurde mit klarem Vorsprung Baden Baden, Sieger bei den Frauen wurde allerdings der SK Schwäbisch Hall.

Alles in allem war es auf jeden Fall eine tolle Erfahrung so viele hochkarätige Spieler und Partien zu beobachten. 🙂

Vielleicht findet sich nächstes Jahr ja eine kleine Gruppe, die auch mal zur Endrunde pilgern will 😀

Dameturnier in der Hölle

Mit einer recht großen Gruppe von 10 Leuten, darunter Daniel, Niklas, Lea und ich von SCB reisten wir vor einigen Wochen nach Prag, um am „4th Amateur Chess Open“ teilzunehmen. Das Turnier schien zwar recht klein zu sein, allerdings auch recht vielversprechend besetzt für ein U2300 Open.

Die Hälfte von uns fuhr schon einige Tage vorher um die goldene Stadt zu erkunden. Es gab einiges zu sehen und tun auch abseits von den geläufigen Sehenswürdigkeiten. Als dann am Abend vor Turnierstart der Rest eintrudelte (nach geschätzt 10-stündiger Autofahrt :p ) meinten manche schon scherzeshalber dass man das Turnier ja einfach absagen könnte und weiter Urlaub machen 😀

Dass und warum dieser Wunsch in Erfüllung gehen sollte ahnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner. Ausgeschrieben war der Spielort als eine ehemalige Brauerei, am Tag vorher erhielten wir dann aber eine Mail vom Veranstalter, dass der Spielort kurzfristig verlegt wurde.

Von da an ging es steil bergab. Es fing damit an, dass der Austragungsort nicht direkt neben unserer Ferienwohnung war, die wir extra deshalb gebucht hatten. Besonders jemand mit zeitweiser Gehbehinderung freute sich über die Tatsache nun auch noch jeden Tag irgendwie zum Spiellokal kommen zu müssen 😀
Als die Vorhut dann am vermeidlichen Spielort eintrafen ging es keineswegs besser weiter. Auch nach mehrmaliger Nachfrage nach einem „chess tournament“ wusste niemand in der Wirtschaft worum es denn überhaupt geht. Erst als ein Einheimischer, der ebenfalls am Turnier teilnehmen wollte der Dame auf den Zahn fühlte, konnte das erste Missverständnis ausgeräumt werden. „Oh, you are here for the checkers torunament“. Blöd nur dass wir kein Dame spielen wollten.

Soweit ist ja aber alles noch verzeihlich. Der Oberhammer kam dann, als uns mitgeteilt wurde, wo genau wir spielten. Es gab eine steile Treppe nach unten, die aussah als würde sie direkt in den Schlund der Hölle führen. Und so kam es uns dort auch vor. Sauerstoff schien durch Rauch ersetzt worden zu sein, und die die noch vorhanden war, war dank der Tatsache, dass es im ganzem Raum ein winziges, lichtdichtes, geschlossenes Kellerfenster gab extremst stickig.

Vorsicht Symbolbild 😀 Aber so ungefähr sah es im Keller tatsächlich aus 😀 (Vielleicht kann ich ja noch irgendwo ein richtiges auftreiben)

 

Licht war quasi auch keines vorhanden, an manchen Brettern hatte man wirklich Schwierigkeiten die Figuren zu erkennen. Wobei dazu gesagt werden muss, dass als wir ankamen quasi noch keine Bretter vorhanden waren sondern diese erst gemächlich aufgebaut wurden. Zudem noch „hochqualitative“ Rollbretter, bei denen die Figuren schon umfallen wenn man sie nur schräg ansieht. Dann tauchte endlich mal der Turnierleiter Miroslav Steimar auf. Immerhin sah er ein, dass die Lokation nicht „optimal“ sei, und stellte den Leuten frei, ob sie das Turnier tatsächlich spielen wollten. Da wurden aus den anfänglich über 50 Teilnehmern ganz schnell ca. 30, obwohl einige wie wir auch von recht weit extra angereist waren.

Vier von uns entschieden sich dazu direkt abzubrechen, der Rest wollte es wenigstens versuchen, da wir ja extra dafür nach Prag gefahren waren. Von der versprochenen Rückerstattung der Teilnahmegebühr von immerhin 60€ haben wir bis heute nichts gesehen, werden jedoch bald weitere Schritte einleiten!

Mit über 2 Stunden Verzögerung begann dann die erste Runde, da anscheinend auch niemand fähig war einen Computer zu bedienen. Über die Partien muss nicht viel gesagt werden. Daniel und ich erwischten natürlich auch noch eine Vereinspaarung und obwohl wir beide quasi blind spielen mussten könnt ihr euch das Ergebnis wohl denken 😀 Melina und Robert gewannen gegen schwächere, Kristin und Steffen unterlagen gegen stärkere Gegner.

Alle bisherigen Unannehmlichkeiten hätten wir vielleicht noch beiseite schieben können, allerdings wurde es schon ab 12 in der obigen Wirtschaft dermaßen laut, dass man meinte direkt in einem Fußballstadion zu sitzen. Und natürlich gab es auch keine Tür die man hätte schließen können. Da reichte es uns dann auch und wir beschlossen Einstimmig, das Turnier zu beenden. Auch hier wurde uns zugesagt, zumindest einen Teil der Teilnehmergebühr zurückzuerhalten. Eine Woche später kam dazu allerdings die Mail, dass wir keinen Cent bekommen, da er ja alles für FIDE-Auswertung ausgeben muss (Ja klar, 60€-3€=0€).  Allein so ein Turnier ELO auszuwerten ist schon irgendwie eine Farce. Aber immerhin hat er uns angeboten, nächstes Jahr vergünstigt teilzunehmen. Selten so gelacht 😀

Mal sehen ob mir noch was positives zum Turnier einfällt.. Das laut Ausschreibung versprochene Mittagessen je Runde bestand aus ganzen 3! Frühlingsrollen für 45 CZK. Hat wohl doch nicht funktioniert mit dem positiven Kommentar..

Naja etwas positives war immerhin, dass wir dadurch recht lange Zeit hatten um andere Sachen zu unternehmen. Pivo ist in Tschechien zum Glück recht billig 😀

Alles in allem: Das schlechteste Dame-Turnier, dass ich je erlebt habe. Immerhin kann uns jetzt nichts mehr schocken.

Falls jemals wieder jemand vorhaben sollte, an diesem Turnier teilzunehmen, dem ist auch nicht mehr zu helfen 😀 (Nochmal ausdrücklich: Es handelt sich dabei NICHT um das Turnier der Czech Tour).

So genug negatives für heute, es kann nur aufwärts gehen! 😀

Daniel und Lea erobern Berlin

Nachdem wir uns jetzt nach 2 Monaten endlich mal die Mühe gemacht haben, einen Schachverein zu suchen, der nicht nur in der Nähe von uns beheimatet ist, sondern auch geregelte Trainingszeiten hat, sind wir auf den Bundesligisten SF Berlin gestoßen. Gelegen kam es uns dann, dass gleich am 1. Mittwoch jeden Monats ein Schnellschachturnier stattfindet, bei dem auch Gäste teilnehmen dürfen. Zusammen mit unserem Schachfreund David haben wir also gestern unsere Schnellschachfähigkeiten unter Beweis gestellt. Dabei war unsere 1. Paarung natürlich der Hit: Lea gegen Daniel und David gegen IM Thiede. Wir wollten doch eine Vereinspaarung meiden, wenn wir schon mal in einem anderen Verein mitspielen…. Nach einem 3/3 Start von Daniel musste er sich gegen den einzigen GM und späteren Turniersieger (5/5) geschlagen geben. Mit einem Schlussrundensieg konnte er sich aber noch auf das Treppchen katapultieren. 🙂 Lea hat zwei Partien einzügig weggeworfen und durfte sich am Schluss über 2/5 begnügen. David hat nach einem abwechselnden Turnierverlauf (0 -1 -0 -1) in der letzten Runde seine Dänischkünste ausgepackt und durfte sich über ein Remis in schlechterer Stellung freuen. (Der Gegner bot ihm Remis mit 2 Bauern mehr, da er der Meinung war, dass es David mehr verdient gehabt hätte zu  gewinnen. Könnte aber auch daran liegen, dass sein Gegner aus Dänemark kam und so beeindruckt war, dass David Dänisch konnte haha :D)

Fazit: Schönes Turnier, dass wir sicher öfter mitspielen werden. Positiv aufgefallen ist uns, dass alle super super nett dort waren und wir in das Turnier gut integriert wurden (obwohl wir „nur“ Gäste waren). Außerdem wollen wir ja schachlich fit für die neue Saison (die bereits gestartet hat) sein. 🙂

Eine Tabelle folgt noch, wenn sie auf der Homepage von SF Berlin veröffentlicht wurde.