Partiennachlese

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[Event „Simultan Bechhofen“]
[Site „?“]
[Date „2011.05.29“]
[Round „?“]
[White „GM Prusikin, Michael“]
[Black „Feldheim, Jonas“]
[Result „1/2-1/2“]
[ECO „D32“]
[PlyCount „50“]
[EventDate „2011.??.??“]1. d4 d5 2. c4 e6 3. Nc3 c5 4. cxd5 exd5 5. Nf3 Nc6 6. Bf4 Be6 7. e3 Nf6 8. Bb5
Be7 9. Ne5 Qb6 10. O-O O-O 11. Bxc6 bxc6 12. Na4 Qb5 13. dxc5 Bxc5 14. Nxc5
Qxc5 15. Rc1 Qb5 16. Nxc6 Qxb2 17. Rc2 Qb6 18. Qd4 Qxd4 19. Nxd4 Rac8 20. Rfc1
Rxc2 21. Rxc2 Rc8 22. Rxc8+ Bxc8 23. Nc6 Bd7 24. Nxa7 Ne4 25. f3 Nc3 1/2-1/2
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[Event „?“]
[Site „?“]
[Date „2011.05.29“]
[Round „?“]
[White „Prusikin, M.“]
[Black „Gueldner, U.“]
[Result „1-0“]
[ECO „D94“]
[PlyCount „63“]
[EventDate „2011.??.??“]
[SourceDate „2011.05.31“]
1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 d5 4. Nf3 Bg7 5. e3 O-O 6. cxd5 Nxd5 7. Bc4 Nxc3 8.
bxc3 c5 9. O-O Nc6 10. Ba3 b6 11. Qe2 Bb7 12. Rfd1 Qc7 13. Rac1 Na5 14. Bd3 c4
15. Bb1 Rfd8 16. e4 e6 17. h4 b5 18. h5 Nc6 19. Bc5 Qf4 20. Nh2 Bh6 21. Ng4
gxh5 22. Nxh6+ Qxh6 23. d5 exd5 24. exd5 Rxd5 25. Bxh7+ Kg7 26. Rxd5 Qxc1+ 27.
Kh2 Qf4+ 28. g3 Qg4 29. f3 Qc8 30. Rg5+ Kxh7 31. Qe4+ Kh6 32. Qh4 1-0
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[Event „?“]
[Site „?“]
[Date „2011.05.31“]
[Round „?“]
[White „Prusikin, M.“]
[Black „Holzer, J.“]
[Result „1-0“]
[ECO „E30“]
[PlyCount „49“]
[EventDate „2011.??.??“]
1. d4 Nf6 2. c4 e6 3. Nc3 Bb4 4. Bg5 b6 5. f3 h6 6. Bh4 Bb7 7. e4 Qe7 8. Nge2
Nc6 9. a3 Bxc3+ 10. Nxc3 g5 11. Bf2 O-O-O 12. Qc2 Nh5 13. O-O-O Rhg8 14. c5 d5
15. cxd6 cxd6 16. d5 Ne5 17. dxe6 Kb8 18. exf7 Qxf7 19. Be3 Qe6 20. Kb1 Rd7 21.
Nb5 Rgd8 22. Rxd6 Qe7 23. Rxd7 Qxd7 24. Be2 Rc8 25. Qd1 1-0

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[Event „?“]
[Site „?“]
[Date „2011.05.31“]
[Round „?“]
[White „Prusikin, M.“]
[Black „Hauf, N.“]
[Result „1-0“]
[ECO „A57“]
[PlyCount „93“]
[EventDate „2011.??.??“]
1. d4 Nf6 2. c4 c5 3. d5 b5 4. Nf3 Bb7 5. Qc2 b4 6. e4 d6 7. Bd3 g6 8. O-O Bg7
9. h3 O-O 10. Bf4 Nbd7 11. Nbd2 Qb6 12. Rae1 Nh5 13. Bh2 e5 14. dxe6 fxe6 15.
e5 Bxf3 16. Nxf3 Rxf3 17. gxf3 Nxe5 18. Bxe5 Bxe5 19. Bxg6 hxg6 20. Qxg6+ Ng7
21. f4 Bxf4 22. Rxe6 Qd8 23. Rfe1 Qg5+ 24. Qxg5 Bxg5 25. Rxd6 Rd8 26. Rxd8+
Bxd8 27. Re5 Bb6 28. Kg2 Kf7 29. Kf3 Kf6 30. Ke4 Ne6 31. h4 Nd4 32. h5 b3 33.
axb3 Nxb3 34. h6 Kg6 35. Re6+ Kh7 36. Kd5 Nc1 37. f4 Nd3 38. f5 Bd8 39. Re8 Bg5
40. Rb8 Kxh6 41. Rb3 Nc1 42. Rh3+ Kg7 43. Kxc5 Be7+ 44. Kb5 Kf6 45. Re3 Na2 46.
Re6+ Kf7 47. c5 1-0
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 [Event „?“]
[Site „?“]
[Date „2011.05.29“]
[Round „?“]
[White „Weber, D.“]
[Black „Prusikin, M.“]
[Result „0-1“]
[ECO „C11“]
[PlyCount „56“]
[EventDate „2011.??.??“]
1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nc3 Nf6 4. e5 Nfd7 5. Qh5 c5 6. Nf3 g6 7. Qh3 Nc6 8. Be3
Bg7 9. O-O-O cxd4 10. Nxd4 Ndxe5 11. f4 Nd7 12. g4 O-O 13. Bg2 Nxd4 14. Bxd4
Bxd4 15. Rxd4 Qf6 16. Rhd1 Nb6 17. f5 exf5 18. Bxd5 fxg4 19. Qg3 Bf5 20. Bxb7
Rab8 21. Qc7 Qe6 22. Kb1 h5 23. Rd6 Qe3 24. Nb5 Qe2 25. Nxa7 Rxb7 26. Qxb7
Bxc2+ 27. Ka1 Nc4 28. Qa6 Bd3 0-1
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[Event „?“]
[Site „?“]
[Date „2011.05.29“]
[Round „?“]
[White „Prusikin“]
[Black „Kröger, Joachim“]
[Result „1-0“]
[ECO „C54“]
[PlyCount „51“]
[EventDate „2011.??.??“]
1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bc4 Bc5 4. c3 Nf6 5. d3 d6 6. Bb3 h6 7. Nbd2 O-O 8. h3
Qe7 9. Nf1 Be6 10. Ba4 Nh7 11. Ng3 f5 12. exf5 Bxf5 13. Nxf5 Rxf5 14. Qb3+ Kh8
15. Qxb7 e4 16. Qxa8+ Rf8 17. Qxc6 exf3+ 18. Be3 Bxe3 19. gxf3 Qh4 20. Rf1 Ng5
21. Kd1 Bxf2 22. Kc2 Nxf3 23. Qe4 Qxh3 24. Rxf2 g5 25. Raf1 g4 26. Bd7 1-0

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Vielen Dank für die Zusendung der größtenteils kommentierten Partien, die wir für den Leser ohne diese reingestellt haben.

Partiennachlese von den BJEM – Teil 3

 

Weber – Hälterlein

1. e4 c5 2. d4 cxd4 3. c3


Das Morra-Gambit: Weiß schafft gleich zu Beginn der Partie eine
dynamische Stellung, indem er einen Bauern für Entwicklung und Initative
opfert

dxc3 4. Nxc3 Nc6 5. Nf3 d6 6. Bc4 e6 7. O-O Nf6 8. Qe2 Qc7

Schwarz verlässt hiermit die ausgetretenen Pfade der Theorie.  (8… Be7 9. Rd1 e5 10.
h3 O-O  wäre eine wohl sichere Fortsetzung aus schwarzer Sicht)

9. Nb5 Qb8 10. Rd1 a6 11. Nc3 Be7 12. Be3 b5 13. Bb3 O-O 14. Rac1 Bb7 15. Ne1

Spätestens nach diesem Rückzug des Springers auf die eigene Grundreihe wird klar: Weiß
hat sein Eröffnungsziel verfehlt und konnte seinen Entwicklungsvorsprung nicht
nutzen.

Ne5 (15… Na5) 16. f3 Ned7 17. g4

schwächt den eigenen Königsflügel, stattdessen wäre es wohl besser mit Sed3 den „verlorenen“ Springer zurück ins
Spiel zu bringen

Nc5 18. Bc2 Rd8 19. g5 Ne8 20. b4 Nd7 21. a3 Ne5 22. Bb3 Nd7 ??

hier stand der Springer doch gerade schon; der schwarze Vorteil hätte sich
mit Tc8 ausbauen lassen

23. f4 Nc7 24. Qh5 a5 25. Rd3

bereitet einen Turmschwenk nach h3 vor

axb4 26. axb4 Ra6 27. Bd4 Qa8

fast immer gilt: greift eine Seite auf einem Flügel an, so sollte man versuchen im Zentrum zu kontern.Schwarz sollte unbedingt mit d5! versuchen das Spiel für seine Läufer zu öffnen und so zu Gegenspiel zu kommen.

28. Rh3 Nf8 29. f5

Nun hat Weiß einen mächtigen Angriff

Ra1 verliert schon forciert

30. Nd5 Rxc1 Matt in 4 31. Nxe7+ Kh8 32. Bxg7+ Kxg7 33.
Qh6+ Kh8 34. Qf6# 1-0

 

Eine schöne Abschlusskombination. Weiß opferte in der Eröffnung einen Bauern, konnte aber keine gefährliche Initative aufbauen, so dass zunächst Schwarz ein positionelles Übergewicht erhielt. Nach einigen ungenauen Zügen konnte Daniel aber eine mächtige Angriffsstellung aufbauen und die Partie im Mattangriff für sich entscheiden.

Partiennachlese von den BJEM – Teil 2

Im zweiten Teil möchte ich euch eine Partie von Lea vorstellen, von der wir im Folgenden eine Musterpartie für das Colle-System sehen werden.

Alsheimer, Lea – Wheeler, Sara

1. d4 Nf6 2. e3 legt sich für meinen Geschmack zu früh fest. Da der Springer von g1 sowieso immer nach f3 ziehen wird, ist es sinnvoll dies zuerst zu tun, um flexibler zu bleiben und noch mit einer Entwicklung des Läufers entlang der Diagonale c1-h6 zu „drohen“.

e6 3. Nf3 d5 sicher durchaus spielbar. Ich persönlich bevorzuge einen Aufbau mit d6, um so dem weißen Springer das Feld e5 zu nehmen und das weiße Spiel auszubremsen.

4. Bd3 Nc6 in Vebindung mit b6 sicherlich ein Fehler. Schwarz sollte sich „normal“ mit c5, Sc6, b6, Lb7, Le7 und 0-0 aufbauen. Im Folgenden sieht es so aus, als würde Schwarz Schwierigkeiten damit haben einen Plan zu finden und Gegenspiel zu organisieren.

5. b3 b6 6. Bb2 Bb7 7.O-O Bd6 8. Ne5 O-O 9. f4 Qe7 10. Nd2 Rfe8 11. Rf3 Nb4 12. Be2 Red8 dem erneuten Ziehen des Turmes ist der Zug c5 vorzuziehen, um ein Gegenspiel am Damenflügel zu organisieren.

13. a3 Nc6 14. Bd3 Ne4

Das folgende taktische Geplänkel erweist sich als günstig für Weiß. Allerdings ist die Stellung ohnehin schon schwierig, da Weiß mittels Th3 einen starken Angriff einzuleiten drohte.

15. Nxe4 dxe4 16. Bxe4 Nxe5 17. Bxh7+ Kxh7 18. Rh3+ Kg8 19. dxe5 Bc5 verliert forciert. Die letzte Chance von Schwarz ist Lxe5 20.Dh5 f6

20. Qh5 f6 21. exf6 Qf8 erlaubt ein schönes Matt

22. f7+ Qxf7 23. Qh8# 1-0

Partiennachlese von den BJEM – Teil 1

In den kommenden Tagen möchte ich hier jeweils eine Partie von unseren Teilnehmern bei den Bayerischen Jugendeinzelmeisterschaften vorstellen und kommentieren.

Anfangen möchte ich mit unserer jüngsten Teilnehmerin Carolin Böse, die ein tolles Turnier spielte und den 4. Platz erreichte.

Weiss – Böse,C

1. e4 e5 2. Nf3 Nf6 Carolin wählt die Russische Verteidigung

3. d3 Weiß ist offensichtlich überrascht oder schlecht vorbereitet, auf jeden Fall wirkt 3.d3 nicht sehr ambitioniert

Bc5?! Ein zumindest zweifelhafter Zug, der den Bauern e5 kosten wird. Wir werden sehen, ob Schwarz genung Kompensation hat. Laut meiner Datenbank hat Schwarz dies nicht, zudem wurde der Zug noch nie von einem Spieler über 2300 angewandt. Grund genug das nächste Mal vielleicht eine andere Variante anzuwenden.

4. Nxe5 Nc6 5. Nxc6 dxc6 6. Bg5 ?? Der Grund der weißen Probleme. Nach 6.Le2 hat Weiß erstmal einen Bauern mehr und ich sehe nicht wie Schwarz Drohungen aufstellen soll.

h6 ?? Carolin übersieht hier die tolle taktische Möglichkeit 6. … Sxe4 7.Lxd8 Lxf2+ 8. Ke2 und nun Lg4 mit Matt

7. Bf4 Nach Le3 steht es annähernd ausgeglichen Nxe4 Ein schöner taktischer Schlag, den die Gegnerin anscheinend nicht auf der Rechnung hatte, allerdings muss Weiß das Opfer nicht annehmen, sondern sollte besser zäh mit 8.De2 verteidigen.

8. dxe4 Bxf2+

9. Kxf2 Auch nach Ke2 Lg4+ verliert Weiß die Dame. Den Rest trägt Carolin souverän vor. Qxd1 10. Be2 Qxh1 11. Bc4 Be6 12. Bxe6 fxe6 13. Bxc7 Rf8+ 14. Kg3 Kd7 15. Be5 Qe1+ 16. Kh3 g5 17. Bg7 Qh4# 0-1

Eine tollte Kurzpartie mit interessanten taktischen Motiven. Carolin`s Plan einen Bauern herzugeben und die Gegnerin auf unbekanntes Terrain zu locken ging voll auf. Allerdings ist das Bauernopfer höchst spekulativ und sollte, wenn überhaupt, als einmalige „Wunderwaffe“ angewandt werden, denn Weiß kann die schwarzen Drohungen sicher mit 6.Le2 abwehren.

Es läuft!

Eine Partie gegen Christian Schatz zu spielen ist immer ein aufregendes und freudiges Spektakel. So trifft man diesen Schachfreund, manch einer würde ihn sogar als Schachprofi bezeichnen, meist ausgelassen und entspannt am Schachbrett an und kann sich sicher sein, auch noch nach Beendigung der Partie die eine oder andere Anekdote von Schachfreund Schatz erzählt zu bekommen. Schachlich hat Christian Schatz in letzter Zeit vor allem dadurch von sich Reden gemacht, dass er neben seiner regen Teilnahme an den Ramada-Qualifikationsturnieren auch jüngst den Titel des CM (Candidate Master) errungen hat, von denen es laut Wikipedia im Moment nur 19 in Deutschland gibt. Zum Vergleich: 71 GM (davon 11 WGM), 187 IM (davon 25 WIM) und 537 FM (davon 36 WFM).

Ich ging daher mit gemischten Gefühlen in unsere Partie, wollte meinen Gegner aber doch vor die eine oder andere Herausfoderung stellen und es entwickelte sich folgende Partie:

Schatz – Kurz

1. c4 Nf6 2. Nc3 g6 3. g3 Bg7 4. Bg2 O-O 5. d4 d6 6. Nf3 Na6

In meiner Vorbereitung bemerkte ich, dass CM Schatz ein sehr „einseitiges“ Repertoire anwendet: Meist strebt er eine englische oder katalanische Eröffnungsstellung an und entscheidet dann mehr oder weniger willkürlich (so kam es mir jedenfalls vor), ob er den Bauern nach d4 stellt oder eher den „english-style“ mit d3 und c4 spielt…Mein 6. Zug Sa6 sieht auf den ersten Blick natürlich wie ein Kinderzug aus, so lernte selbst ich bereits in jungen Jahren: „Springer am Rand, Kummer und Schand!“ Doch so einfach und dogmatisch ist es natürlich, wie immer, nicht: Erstens „wirft“ mein Zug meinen Gegner in gewisser Weise aus dem Buch (sollte er den eines über die Englische/Katalanische Eröffnung besitzen) und zweitens wird bald c5 folgen, so dass der schwarze Springer entweder auf c5 wiedernehmen kann oder mittels Sa6-c7 den Vorstoß b7-b5 unterstüzt.

7. O-O c5 8. b3 Bd7 9. Bb2 Rb8 10. a4 Nb4 11. Qd2 Bf5

Die Eröffnungsphase kann als abgeschlossen betrachtet werden und Schwarz kann mit dem Verlauf zufrieden sein. Weder bin ich eine gefährliche Theorievariante geraten, noch macht Weiß von seinem Anzugsrecht Gebrauch und bemüht sich um einen Funken Initiative. Stattdessen gefällt mir Schwarz hier schon einen Tick besser, da Weiß mit a2-a4 seinen Damenflügel strukturell entwertete und nun erstmal der plumpe Bauernraub mittels Lf5-c2 droht. Auch der Randspringer hat eine glänzende Karriere gemacht, wird im nächsten Zug aber nach c6 ziehen (ja ich weiß, dort hätte er von Anfang an hin gehört…), um dann mittels Sa5 den Bauern b3 zu belagern.

12. Rac1 Nc6 13. d5 Na5 14. Qd1 Bh6 15. e3 Qb6 16. Nd2 Bd3 17. Re1 Nxc4 18. Nxc4 Bxc4 19. bxc4 Qxb2

In den letzten Zügen fiel ich über den strukturell schwachen weißen Damenflügel her und konnte dabei fast forciert einen Bauern gewinnen. Ein zweiter (a4) wird bald folgen, so dass Weiß nun auf Königsangriff spielt, um das Blatt noch zu wenden. Spannung!

20. Qd3 Nd7 21. f4 Bg7 22. Ne4 Qb4 23. Rb1 Qxa4 24. Rb3 Qa5 25. Reb1 Qc7 26. h4 a6 27. h5 Rfc8 28. hxg6 hxg6 29. f5 Ne5 30. Qe2 gxf5 31. Ng5 Ng4 32. Rf1 Qd7 33. e4 Bd4+ 34. Kh1 Kg7 35. Bh3 Rh8 36. Kg2

Der weiße Angriff sah zwischenzeitlich bedrohlich aus, allerdings verfügen die schwarzen Leichtfiguren über exzellente Felder im Zentrum und selbst der König konnte die 8. Reihe für die Türme räumen. Sowohl Da4 als auch Se5 halten nun leicht den schwarzen Vorteil fest, mit dem von mir bevorzugten Sh6 lässt sich allerdings noch etwas länger spielen…

Nh6 37. exf5 Bf6 38. Ne4 Qa4 39. Re3 b5 40. cxb5 Qxb5 41. Qf3 Bd4 42. f6+ exf6 43. Nxf6 Bxe3 44. Qxe3 Qb2+ 45. Rf2 Qe5 46. Qxe5 dxe5 47. Nd7 Rbd8

Der Pulverrauch hat sich verzogen und obwohl beide Seiten in den letzten Zügen nie die besten Züge gespielt haben, hat sich an der Stellungsbeurteilung nichts wesentliches geändert. Der Rest ist, wie immer, Sache der Technik.

48. Rd2 c4 49. Rc2 f5 50. Nb6 Rd6 51. Nxc4 Rxd5 52. Ne3 Rd3 53. Nxf5+ Nxf5 54. Bxf5 Rd6 55. Kf3 Kf6 56. Be4 Rb8 57. Rc3 a5 58. Ra3 Rb5 59. Bh7 Rd4 60. Bd3 Rbb4 61. Bc2 Rb2 und Weiß überschritt die Zeit 0-1

Der Einstand in die Liga ist mit 2/2 geglückt und die 2200 in schon fast spürbarer Nähe!

Abschlussbericht OIS München

Da der Start mit 3/4 gut gelungen war, traf ich dann in der 5. Runde auf FM Ludwig Deglmann, welcher für die Schachabteilung von Bayern München in der 1. Bundesliga spielt:

Kurz –  Deglmann, OIS (5)
1. e4 e6 2. d4 d5 3. Nd2 a6 4. Ngf3 c5 5. dxc5 Bxc5 6. Bd3 Nc6 7. c3 Nf6 8. Qe2 dxe4 9. Nxe4 Nxe4 10. Bxe4 h6 11. Bf4 O-O 12. O-O Qf6 13. Bg3 Rd8 14. Rad1 Bf8 15. Bc2 Rxd1 16. Rxd1 g6 17. Ne5 Nxe5 18. Bxe5 Qg5 19. g3 b5 20. h4 Qe7 21. h5

Weiß ist mit einem Entwicklungsvorsprung aus der Eröffnung gegangen und hat diesen konsequent genutzt.  Nun verbietet sich g5, da ansonsten der Doppelangriff De4 sofort die Partie entscheidet.

Bb7 22. hxg6 f5 23. g7 Bxg7 24. Bxg7 Kxg7 25. Bxf5 Re8 26. Qe5+ Kg8 27. Be4 Bxe4 28. Qxe4 Qf6 29. Rd7 Re7 30. Rd8+ Kg7 31. Qg4+ Qg5 32. Qxg5+ hxg5 33. Ra8


Weiß gewinnt einen zweiten Bauern und sollte ein gewonnens Endspiel erreicht haben. Allerdings verteidigt sich mein Gegner zäh und ich wähle fast immer die „zweitbeste Forsetzung“, so dass nochmal 3h Spielzeit nötig waren…

Rd7 34. Rxa6 Rd2 35. Rxe6 Rxb2 36. Rb6 Rxa2 37. Rxb5 Kf6 38. Rc5 g4 39. Rc8 Rc2 40. c4 Ke6 41. Rc5 Kd6 42. Rd5+ Ke6 43. Rd4 Rc1+ 44. Kg2 Kf5 45. Rd5+ Ke6 46. Rd4 Kf5 47. Rf4+ Kg5 48. Kh2 Kh5 49. Rd4 Kg5 50. Rd5+ Kf6 51. c5 Kg6 52. Kg2 Kf6 53. f4 gxf3+ 54. Kxf3 Rc3+ 55. Kg4 Rc4+ 56. Kh3 Ke6 57. Rh5 Rc1 58. g4 Kf6 59. Rf5+ Kg6 60. Kg3 Rc3+ 61. Kf4 Rc4+ 62. Kf3 Kg7 63. Rd5 Kf6 64. Kg3 Ke6 65. Rf5 Rc3+ 66. Kf4 Rc1 67. Kg5 Rc4 68. Rf6+ Ke5 69. Rc6 Kd5 70. Rc8 Ke6 71. c6 Kf7 72. Kh5 Rc1

Ein letztes Mal besteht die Chance „fehlzugreifen“: nach c7, Kg7 gehts es nicht recht für Weiß weiter.

73. Rc7+ Kg8 74. Kg6 Kf8 75. Rc8+ Ke7 76. c7 Kd7 77. Rd8+ Kxc7 78. Rd2 1-0

Die nächste Runde brachte mit dem Vorjahres- und späteren Turniersieger, dem Australier IM Alexander Wohl, ein schweres Los. Zu allem Unglück entstand auch noch eine Stellung, welche mein Gegner bereits einmal mit der Hilfe GM Lewon Aronjans, der zeitgleich bei der Schacholympiade für Armenien am ersten Brett spielte, anlysiert hatte. Spannend wurde es dennoch einmal:

Wohl – Kurz, OIS (6)
1. e4 c6 2. c4 d5 3. exd5 cxd5 4. cxd5 Nf6 5. Nc3 Nxd5 6. Nf3 Nc6 7. Bb5 e6 8. O-O Be7 9. d4 O-O 10. Re1 Ncb4 11. a3 Nxc3 12. bxc3 Nd5 13. Bd3 b6 14. Ne5 Bb7 15. Qf3 Rb8 16. Qh3 f5 17. c4 Nc7

Ich griff in der Eröffnung fehl (statt Scb4 wäre Ld7 „normal“ gewesen) und fand mich in dieser grauenhaften Stellung wieder. Weiß hat gewaltigen Angriff und könnte nun mittels d5 den Bauern f5 entwurzeln und weitere Linien und Diagonalen öffnen, was schnell zum schwarzen Untergang führen sollte. Mein Gegner entschied sich allerdings für das solide Lb2, worauf ich mit dem Bauernopfer b5 (erobert das Feld d5 für die schwarzen Figuren) nochmal ins Spiel zurück kam.

18. Bb2 b5 19. c5 Bd5 20. Bc2 a5 21. Bb3 Bf6 22. Rac1 Bxe5 23. Rxe5 Qd7 24. Bd1

Hier sollte das „einfache“ Dc6 Schwarz mindestens gleiches Spiel sichern. Mögliche Folge wäre f3, b4 und ein Spiel mit beiderseitigen Chancen.

Rf6 25. c6 Qd6 26. Qc3 Rb6 27. Qxa5 Rxc6 28. Rxc6 Qxc6 29. Re3 Bxg2 ein Fehler, Se8 Tc3; Db7 Dd8; Tf8 erscheint durchaus spielbar 30. d5 Nxd5 31. Bxf6 Nxf6 32. Rc3 Qd6 33. Rc8+ Ne8 34. Rxe8+ Kf7 35. Qd8 1-0

Es folgten in Runde 7 und 8 zwei Remis gegen FM Lentrodt und FM De Francesco:

Kurz – Lentrodt, OIS (7)


Ein Remisangebot meines Gegners lehnte ich bereits ab, da Weiß die aktiveren Figuren besitzt und vor allem der schwarze Turm nur noch zwischen den Feldern a7 und a8 pendeln kann. In dieser Stellung hat ich die interessante Idee die Bauern nach f3,g3 und h3 zu stellen und anschließend g4+ hxg4, fxg4 Kg5, h4! Kxh4, Txf6 Kxg4, Ke5 zu spielen, umso den schwarzen König abzuschneiden. Allerdings dachte ich, dass sich in dieser Variante zu viele Bauern tauschen und entschied mich dafür, langsam meine Stellung zu verbessern und mit dem König irgendwann einzudringen. Leider übersah ich eine Möglichkeit für Schwarz den Turm zu aktivieren und es wurde Remis.

Kurz – De Francesco, OIS (8)

In dieser Stellung des Tarrasch-Franzosen sollte ich einfach ruhig mit Tad1 den Bauern auf d4 decken, wonach die Züge Se5 und Lb1 den schwarzen vor gewisse Probleme stellen würde. Ich entschied mich allerdings für das sofortige Se5 und wenig später für eine Zugwiederholung. Etwas feige gespielt, meinerseits!

Da ich eine ordentliche Buchholz hatte, konnte ich mir bei einem Sieg in der letzten Runde wohl noch Hoffnung auf einen Preisrang machen:

Mack – Kurz, OIS (9)
1. e4 c6 2. c4 d5 3. exd5 cxd5 4. cxd5 Nf6 5. Nc3 Nxd5 6. Nf3 Nc6 7. Bc4 e6 8. O-O Be7 9. d4 O-O 10. Re1 a6 11. Ne4 Nf6 12. Qd3 Na5

Die gleiche Variante, wie in Runde 6 gegen IM Wohl. Mein Gegner hat sich doch hoffentlich nicht vorbereitet?! Wohl kaum, da in der Diagrammstellung Schwarz den gefährlichen weißfeldrigen Läufer gegen seinen Springer tauscht und danach mit einem gewaltigen Läuferpaar und Druckspiel gegen den Isolani verbleibt.

13. Nfg5 Nxe4 14. Nxe4 Nxc4 15. Qxc4 Bd7 16. Be3 Rc8 17. Qe2 Bc6 18. Nc3 Qa5 19. Bd2 Qf5 20. Ne4 Qd5 Weiß verliert den Bauern auf d4, aber die Aufgabe erschien mir dennoch etwas früh, eigentlich wurde es ja gerade spannend… Gut, dass mein Gegner mich nicht kannte und sich von meiner Spielstärke hat beeindrucken lassen…;-)
0-1

Somit konnte ich das Turnier mit 6/9 beenden und erreichte noch den 10. Rang, was sogar noch ein kleines Preisgeld bedeutete. Ein (inoffizielles) Eloplus von ca. 35 kann sich ebenfalls sehen lassen, so dass ich mit Apolda jetzt bei ca. 2185 stehe und die 2200 vielleicht noch erreichen will… Ach ja und die Weisheit des Turniers bzw. des Aufenthaltes in München: Oktoberfest muss man nicht gesehen haben…

Halbzeit beim OIS in München

Das Turnier in München läuft bislang gut, mit 3/4 spiele ich heute in der 5.Runde gegen FM Ludwig Deglmann. In der zweiten Runde verlor ich „überraschenderweise“ gegen den vereins- und wertungslosen Spieler aus Griechenland Dimitrios Andronoidis. Dabei ging ich in nur 18 Zügen sang- und klanglos unter… Allerdings schlug der „unbekannte“ Spieler in Runde 3 FM Christian Köpke und in Runde 4 IM Christoph Renner, so dass er nun mit 4/4 das Feld alleine anführt.

Doch nun zu den Partien:

Kurz – Förster, OIS (1)
1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 Nf6 5. O-O d6 6. Re1 Be7 7. c3 b5 8. Bb3
Na5 9. Bc2 Bg4

In dieser wohlbekannten Spanisch-Stellung wählte mein Gegner nun den seltenen Zug Lg4. „Normal“ ist die Fortsetzung 9. o-o h3 10. c5 d4. Da Schwarz den Läufer aktiv nach g4 entwickelte, verzichtete ich nun auf den Zentrumsvorstoß und wollte diesen Läufer mit dem Mannöver Sb-d2-f1-g3 und h3 belästigen.

10. d3 c5 11. Nbd2 O-O 12. h3 Bh5 13. Nf1 Re8 14. Ng3 Bg6 15. Nh4 Nc6 16. a4 Qd7 17. Bg5 h6 18. Nxg6 fxg6 19. Be3 Kh7 20. d4 c4 21. f4 Qb7 22. h4 h5 23. f5 Ng4 24. fxg6+ Kxg6

Die schwachen weißen Felder und die ungesunde Königsstellung von Schwarz sollten hier schnell zum Untergang führen. Das Motiv Df3-f5 mit Matt liegt auch immer in der Luft, welches mein Gegner glatt übersieht.

25. Nf5 Nd8 26. axb5 axb5 27. Rxa8 Qxa8 28. Qf3 Nf7?? 29. Nxe7+ 1-0

In Runde 2 dann die besagte Partie gegen Mr. Unbekannt:

Andronoidis – Kurz, OIS (2)
1. d4 Nf6 2. c4 g6 3. Nc3 Bg7 4. e4 d6 5. f4 O-O 6. Nf3 c5 7. d5 e6
8. dxe6
fxe6 9. Bd3 Nc6 10. O-O Nd4
11. Ng5

Soweit noch alles graue Theorie. Nun muss ich unbedingt e5 spielen, um den weißen Läufer zu blockieren, allerdings ist die Stellung nach f5 auch alles andere als klar und nicht leicht zu spielen. Mein „schematischer“ Plan mit a6 und b5 stellt sich allerdings als viel zu langsam heraus und Weiß opfert nun einen Bauern und bekommt einen gewaltigen Angriff.

a6 12. e5 dxe5 13. fxe5 Nd7 14. Rxf8+ Nxf8 15. Qf1 Qe7 16. Nge4 Bxe5 17. Bg5 Qc7 18. Nf6+ Kh8 19. Ne8

Autsch! Aber schön zu nachspielen ist es dennoch…zumindest aus weißer Sicht 😉

1-0

In Runde 3 schlug ich umgehend zurück und konnte schon in der Eröffnung eine Qualität gewinnen, machte es aber dann nochmal spannend:

Kurz – Mittmann, OIS (3)
1. Nf3 d5 2. d4 Nf6 3. g3 Bf5 4. Bg2 e6 5. O-O h6 6. c4 Be7 besser wäre hier wohl c6, um dann auf Db3 Db6 spielen zu können 7. Qb3 Qc8 Sc6 ist interessant! 8. Nc3 c6 9. Bf4 O-O 10. Rac1 Nbd7 11. cxd5 exd5 12. Nb5

Nun droht der Einstieg des Springers auf c7 oder d6.

Ne4 hierauf hatte sich Schwarz verlassen 13. Nc7 Ndf6 da auf Tb8 einfach Sxd5 folgt, muss Schwarz eine Qualität geben 14. Nxa8 Qxa8 15. Nd2 Re8 16. f3 Nxd2 17. Bxd2 Bd6 18. Rce1 Nd7 19. e4 Be6 20. exd5 cxd5 21. f4 Nb6 22. f5 Bd7 23. Qd3 Bc6 24. f6 Bf8 25. b3 Qc8 26. Rxe8 Qxe8 27. Re1 Qd8 28. fxg7 Bxg7 29. Bf4 Nd7 30. Be5 Nxe5 31. dxe5 Qa5 32. Re2 Dieser Turmzug erweist sich als Fehler, der Schwarz nochmal etwas Spiel gibt. Vorzuziehen ist das einfache Td1.

Qc5+ 33. Qe3 d4 34. Qd3 Bb5 35. Rc2 Qxe5 36. Rc8+ Bf8 37. Qe4 Qd6 38. Qg4+ Kh8 39. Be4 d3 40. Qf5 Die Entscheidung ist gefallen, gegen die Dame-Läufer Batterie ist Schwarz machtlos.

Qd4+ 41. Kg2 Kg7 auf Dg7 folgt Txf8 und Matt mit Dh7 42. Qg4+ Kf6 43. Rxf8 Qb2+ 44. Kh3 Ke7 45. Rxf7+ Kxf7 46. Qf5+ Qf6 47. Qxb5 Qf1+ 48. Bg2 Qe2 49. Qf5+ 1-0

In Runde 4 spielte mein Gegner das gefürchtete Damenbauernspiel mit Lf4, welches sich ja auch bei bestimmten Bechhöfer Spielern einer großen Popularität erfreut:

Marian – Kurz, OIS (4)
1. d4 Nf6 2. Bf4 g6 3. e3 Bg7 4. Nf3 d6 5. h3 O-O 6. Be2 c5 7. c3 Be6 e
ine nette Idee: Schwarz wird Db6 spielen und verhindert zuvor mit Le6 den entlastenden Damentausch mittels Db3. 8. Nbd2 Qb6 9. Qb1 auf Dc2 folgt Sc6 und Tc8 mit einem unangehmen Spiel auf der c-Linie Nc6 10. Nc4 Bxc4 11. Bxc4 Rac8 12. Be2 Nd5 13. Bh2 cxd4 14. exd4 e5 15. dxe5 dxe5 16. O-O Rfe8

Schwarz hat klaren Entwicklungsvorsprung, die weißen Streitkräfte sehen unkoordiniert aus. Zunächst droht nun e4-e3.

17. Nd2 Rcd8 18. Qc2 Ne3

Der Ausheber. Weiß verliert Material und hatte daher genug gesehen.

0-1

 

Apolda

Wie bereits angekündigt, nahm ich letzte Woche in Apolda nahe Jena an einem 7-rundigem Schachopen teil. Von der Organisation des Lichtenberger Schachsommers verwöhnt, fand ich in Apolda meiner Meinung nach weniger gute Bedingungen vor. So dauerte die Auslosung zwischen den einzelnen Runden sehr lange und die Aktualisierung der Turnierhomepage erfolge auch nur schleppend. Elektronische Uhren gab es auch nur für die vorderen Bretter, ein Lichtblick war jedoch die dort praktizierte „Handyregelung“. Klingelte das Handy eines Spielers während der Partie, so wurde er verwarnt und der Gegner bekam eine Zeitgutschrift. Erst beim zweiten Klingeln wurde die Partie als verloren gewertet. In meinen Augen sinnvoll, da mich das Klingeln eines Handys genauso wenig bzw. viel stört, wie das Gehuste, Geschnaube und aufdringliche Gekibitze manches Schachfreundes, was ja auch nicht gleich mit so drastischen Maßnahmen geahndet wird. Zu guter letzt kamen noch sprachliche Differenzen hinzu, oder wer würde auf die Idee kommen, hinter einem „Brätel“ eine Steaksemmel zu vermuten… Schachlich gelang mir ein guter Auftakt mit soliden 3/3 gegen schwächere Gegnerschaft:

Grantz – Kurz, Apolda (1)

Mit meiner Stellung war ich hier schon sehr zufrieden: neben dem starken Läuferpaar und der Kontrolle über die d-Linie verfügt Schwarz über Entwicklungsvorsprung, da Weiß noch seinen Läufer c1 und seinen Damenturm entwickeln muss. Mit dem folgenden Zug bringt Weiß sich allerdings schon selbst um. 21. Rd1 hofft auf einen starken Abzug des Springers Qxf4 22. Nd5 Qh4 natürlich nicht, Dd6, worauf Sf6+ Schach nebst Damenverlust folgt. Hier gab mein Gegner, mit dem Hinweis auf starke Kopfschmerzen, die Partie auf. 0-1

Kurz – Römer, Apolda (2)

Im Partieverlauf hatte mein Gegner bereits mehrfach Remis angeboten und dabei nicht gemerkt, dass sich seine Stellung immer weiter zu verschlechtern drohte. Weiß hat hier mit dem mächtigen Freibauern auf h5 bereits ein gewichtiges Pfund, zudem erblickte ich folgenden taktischen Schlag:

29. e6 räumt das Feld e5 für die Dame und einem damit verbunden Doppelangriff auf König und Turm f6 Schwarz hat die Drohung erkannt, nun aber wird der e-Bauer zur Dame und Weiß gewinnt einfach 30. e7 a5 31. Bd7 Qf3 32. e8=Q+ Rxe8 33. Qxe8+ Kc7 34. Re1 Qd5 35. Bb5 Bc8 36. Qe7+ Kb8 37. Qxf6 g4 38. Qe5+ Qxe5 39. Rxe5 1-0

Belzner – Kurz, Apolda (3)

Mein Gegner spielte mit Weiß recht verhalten und verpasste in der Eröffnung die Möglichkeit seinen Läufer auf c1 zu entwickeln, da er ihn mit e3 „einmauerte“. Durch einen Damenausflug konnte ich seine Bauern nach h4 und g3 locken und so Schwächen in seiner Königsstellung schaffen. Soeben tauschten sich die f-Bauern auf e4, was mir nun die Möglichkeit gab, durch einen taktischen Schlag einen Bauern zu gewinnen.

19… Qg6 besagter Doppelangriff, nun hängt sowohl der g3, als auch der e4 20. Bf3 Qxg3 21. Be3 Ng4 22. Bxg4 Qxg4 23. Qd1 ein weiterere unnötiger Einsteller Qxe4 und Weiß gab auf 0-1

Dadurch spielte ich die nächste Partie an Brett 3 gegen einen georgischen IM mit knapp über 2500. Die Partie gegen ihn, sowie gegen IM Ilja Schneider werde ich die kommenden Tage posten, da der Wlan-Empfang hier im Hotel in Fischen sehr schlecht ist.